Urtext = Klartext? – eine Analyse der Sarabande in d-moll, Teil 3 (Takt 21-28)

Germany

 

Michael Bach

Dies ist der dritte Teil der Analyse der

Sarabande in d-moll

 

 

Glossar und Faksimile der Abschrift von AMB siehe Analyse Teil 1:
http://www.bach-bogen.de/blog/thebachupdate/urtext-klartext-eine-analyse-der-sarabande-in-d-moll-teil-1-takt-1-10

 

Sarabande d 21-24 005

Notenbeispiel T 21-24

 

T 21

Nun wird die Moll-Tonika erwartet, doch mit den beiden Noten b2-d3 ist der sogenannte Trugschluß mit dem tG eingetreten. (Obwohl nur ein Terz-Intervall erklingt, ist der tG insofern alternativlos, als die Moll-Sub nach der Dom so gut wie unmöglich ist.)

Wiederum überrascht die Note e3, anstelle der leitereigenen Tonhöhe es3 des tG. Der 2er-B akzentuiert den so entstehenden Tritonus b2-e3, welcher sich zu a2-f3 auflösen sollte, also zur tP (vgl. T 17).

Statt dessen findet sich in der 2. Zz eine 1/2-Note g2 im Baß. Die Oberstimme f3 bildet mit g2 eine Septim, deren harmonische Funktion wieder unbestimmt ist, da die Terz fehlt. Infolge der Akzentuierung der 1/16-Note e3 (2er-B), zusammen mit der Repetition der Baßnote g2, wird die ZD der tP nahegelegt.

Anmerkung

Mit dem Wechsel von e3 und f3 findet hier ein ähnlicher Vorgang wie in T 11 statt. D. h. die Noten g2 und e3 kündigen die ZD der tP an, f3 ist der Quartvorhalt. Der wesentliche Unterschied besteht allerdings darin, daß hier die ZD der tP mit ihrer Terz e3 angedeutet oder bestenfalls eingeführt wird, währenddessen in der ersten Satzhälfte der umgekehrte Vorgang stattfindet: Die Terz e3 wird dort vorenthalten und zu guter letzt nachgeliefert.

T 22

Die 1. Zz tritt harmonisch immer noch auf der Stelle, es erfolgt keine Veränderung. Nochmals wird durch den 2er-B die Septim g2-f3 hervorgehoben, die jedoch zur Oktav g2-g3 weitergeführt wird, und nicht mehr zurück zur Sext g2-e3.

Die Auflösung zur tP wird nun erwartet, aber die 2. Zz bringt überraschend in (more…)

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