Urtext = Klartext? – eine Analyse der Sarabande in Es-Dur, Teil 1 (Takt 1-12)

Germany

Michael Bach

Dies ist der erste Teil der Analyse der

Sarabande in Es-Dur

mit Klangbeispielen 

 und den Interpretationen im Cello-Wettbewerb *)

 

Interpretation der “Sarabande in Es-Dur”
Michael Bach, Violoncello mit BACH.Bogen

audio:
https://youtu.be/Y36IJLxhiAI

video:
https://youtu.be/O4n-Rw26HVA

 

 

Sarabande Es-Dur AMB-
Abschrift von Anna Magdalena Bach, Digitalisat der Staatsbibliothek zu Berlin – PK

 

Glossar:

JSB = Johann Sebastian Bach
AMB = Anna Magdalena Bach

2-B, 3-B, 4-B = Bindebogen über 2, 3 oder 4 Noten
drei 2-Bn = drei Bindebögen über 2 Noten
1. Zz = 1. Zählzeit eines Takts
Zzn = Zählzeiten
T, Te, Tn = Takt, Takte, Takten

c4 = c’

Sub = Subdominante
Dom = Dominante
Tp = Tonikaparallele
Sp = Subdominantparallele
Dp = Dominantparallele
DD = Doppeldominante
D7-Akkord= Dominantseptakkord
D9-Akkord = Dominantnonakkord
s6-Akkord = Mollsubdominante mit Sext statt Quint
ZD = Zwischendominante
ZDD = Dominante der Zwischendominante


Vorbemerkung

Die Analyse der „Sarabande in Es-dur” von JSB wird hier den einzelnen Interpretationen der Teilnehmer am diesjährigen Cello-Wettbewerb für Neue Musik in Stuttgart *) gegenübergestellt. Dies geschieht deshalb, um die Frage zu erhellen, inwieweit die heutigen, aktuellen Interpretationen dem überlieferten Notentext gerecht werden. Bei dieser “Sarabande” weichen die Urtextausgaben von der Abschrift AMB’s nicht wesentlich ab und es sind keine Schreibfehler AMB’s zu konstatieren. Es hat sich dennoch eine Aufführungskonvention etabliert, die den Notentext im Grunde genommen abändert. Dies betrifft die Mehrstimmigkeit, als auch die Bindebögen und das Hinzufügen von “Verzierungen”.

Es scheint nicht allgemeines Wissensgut zu sein (auch die Urtextausgaben berücksichtigen das Folgende nicht), daß bei zwei- oder mehrstimmigen Passagen, die längeren Notenwerte den Bogenstrich quasi diktieren, d. h. daß die Töne der anderen Stimmen, welche kürzere Notenwerte aufweisen, dementsprechend gebunden sind, z. B. hier in den Anfangstakten.

Wichtiger als die Bindungen sind jedoch die Betonungen, die implizit mitnotiert werden. Folglich lassen die Bindebögen eindeutige Rückschlüsse auf (more…)

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